Godalsa, Buddhistische Tempelanlage und Ausgrabungsstätte in Yeoju, Gyeonggi-Provinz, Südkorea
Godalsa, auch als Godal-Tempel bekannt, ist die Ausgrabungsstätte eines alten buddhistischen Tempels in Yeoju, Gyeonggi-Provinz, Südkorea. Auf dem weitläufigen Gelände sind Steinfundamente, Sockeln und einzelne erhaltene Steindenkmäler zu sehen.
Der Tempel wurde im Jahr 764 während der Silla-Dynastie unter König Gyeongdeok gegründet und war in der Goryeo-Zeit eine bedeutende religiöse Stätte. König Gwangjong soll das Kloster besonders gefördert haben, doch wann es aufgegeben wurde, ist bis heute nicht bekannt.
Der Name des Ortes geht auf einen Steinmetz namens Godal zurück, der die Anlage eigenhändig errichtete und danach selbst Mönch wurde. Besucher finden heute noch Reste von Steinskulpturen und Sockeln, die von der einstigen buddhistischen Praxis des Ortes zeugen.
Das Gelände liegt in einem ruhigen Teil von Yeoju und ist zu Fuß leicht begehbar. Ein Besuch lohnt sich besonders zu trockeneren Jahreszeiten, da der Boden dann fester und die Steine besser sichtbar sind.
Eines der bedeutendsten Fundstücke auf dem Gelände ist ein mehrstöckiger Steinschrein, der die Gebeine eines Mönchs barg und als Nationalschatz eingestuft ist. Ein Steinlaterne in Löwenform, die ebenfalls hier gefunden wurde, wird heute im Nationalmuseum Korea aufbewahrt.
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