Tangier bullring
Die Tangier-Stierkampfarena ist eine Sportstätte mit einem großen kreisförmigen Raum, umgeben von gestuften Sitzreihen in einem schlichten, funktionalen Gebäude aus rotem Ziegelstein und Beton. Die Konstruktion war für etwa 13000 Zuschauer ausgelegt und verfügt über mehrere Eingänge, Ställe und medizinische Einrichtungen.
Die Arena wurde 1949 von spanischen Ingenieuren unter Leitung von Francisco Rodríguez-Álvarez López erbaut und 1950 eröffnet, inspiriert von der berühmten Plaza de Toros in Sevilla. Nach der marokkanischen Unabhängigkeit 1956 verlor der Stierkampf an Bedeutung, die Nutzung nahm ab, und die Arena wurde schließlich nach 1970 aufgegeben.
Der Stierkampfplatz wurde lange Zeit als Symbol der Kolonialzeit wahrgenommen und steht für die spanische Kulturgeschichte, die sich mit der nordafrikanischen Tradition vermischte. Heute betrachten viele Einwohner den Ort als Teil des komplexen Erbes ihrer Stadt, das verschiedene historische Einflüsse miteinander verbindet.
Die Arena liegt im Stadtteil Charf-Mghogha, etwa drei Kilometer östlich des Stadtzentrums und ist einfach mit Bussen und Taxis vom Zentrum erreichbar. Der beste Zeitpunkt für einen Besuch ist am späten Nachmittag, wenn das Licht die strukturellen Details des Platzes gut hervorhebt.
Der erste Matador, der die Arena nutzte, war ein Spanier namens Pepito Medina, der als erste lokale Person Stierkämpfe mit Pikadoren durchführte. Mehrere bekannte Kämpfer kamen aus Spanien, darunter Primo Díaz y Campos, der nach dem Spanischen Bürgerkrieg nach Tanger kam und später in der Stadt tätig war.
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