Kara Prison, Erbe-Gefängnis in der Medina, Meknes, Marokko.
Das Kara-Gefängnis ist eine unterirdische Anlage unter Meknes mit einem ausgedehnten Netzwerk aus Kammern und Tunneln, die mehrere Stockwerke tief in den Boden reichen. Die Struktur besteht aus schmalen Korridoren, niedrigen Decken und zahlreichen kleinen Räumen, die eng beieinander liegen.
Der Sultan Moulay Ismail ließ diese unterirdische Anlage im 17. Jahrhundert als Teil seiner großen Bauprojekte in Meknes errichten. Das Gefängnis war funktionsfähig während seiner langen Herrschaft und spielte eine wichtige Rolle in seiner Verwaltung der Stadt.
Der Name Kara stammt vom arabischen Wort für "Kerker" und verweist auf die dunkle Funktion dieses Ortes. Besucher können heute die Inschriften an den Wänden sehen, die von der langen Geschichte der Gefangenschaft sprechen.
Der Zugang erfolgt durch Führungen, die an einem Eingang in der Ismaili-Kasbah beginnen, wo lokale Führer die Anlage erklären. Die unterirdischen Räume können dunkel und kühl sein, daher sind geeignete Kleidung und Beleuchtung wichtig.
Das Gefängnis war bewusst als Labyrinth entworfen, in dem Gefangene sich in identischen Gängen verlaufen konnten und dadurch ohne Schlösser oder Gitter gefangen gehalten wurden. Diese geniale Konstruktion ermöglichte es, Menschen allein durch das physische Design der Räume zu kontrollieren.
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