Meknès, Kaiserstadt im Norden Marokkos
Meknes ist eine Stadt im Norden Marokkos, die von einer durchgehenden Stadtmauer mit massiven Wehrtürmen an den Ecken umschlossen wird. Neun Tore führen in die Altstadt, deren Gassen sich zwischen Wohnvierteln und Handwerkerstraßen erstrecken.
Sultan Ismail Ibn Sharif verlegte den Regierungssitz im 17. Jahrhundert hierher und ließ mehrere Paläste und Kasernen errichten. Seine Herrschaft dauerte 55 Jahre und hinterließ weitläufige Bauten, die heute das Stadtbild prägen.
Der Name leitet sich von dem Berberstamm Meknassa ab, der diese Gegend seit Jahrhunderten bewohnt. Heute finden sich in den Innenhöfen oft Brunnen mit Zellij-Kacheln, die an die maurische Tradition erinnern.
Vor allem am Morgen herrscht reger Betrieb in den Souks, während nachmittags viele Geschäfte eine Pause einlegen. Festes Schuhwerk hilft auf dem unebenen Kopfsteinpflaster der Gassen.
Mehrere unterirdische Speicher wurden in den Fels gegraben, um Getreidevorräte kühl und trocken zu lagern. Diese Kammern sind noch heute begehbar und zeigen das ausgeklügelte System der Vorratshaltung.
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