Fabryka Emalia Oskara Schindlera, Historisches Museum in Zabłocie, Krakau, Polen.
Die Oskar-Schindler-Emailwarenfabrik ist ein Geschichtsmuseum im Stadtteil Zabłocie in Krakau, das sich in einem erhaltenen Industriegebäude aus rotem Backstein befindet. Die Ausstellung erstreckt sich über drei Stockwerke mit Räumen, die durch Gänge mit sichtbaren Rohrleitungen und Metallkonstruktionen aus der Fabrikzeit verbunden sind.
Eine polnische Firma gründete die Fabrik 1937, und zwei Jahre später übernahm ein deutscher Geschäftsmann die Leitung während der Besatzung. Das Gebäude wurde 2010 als Museum für die Öffentlichkeit geöffnet, um die Geschichte Krakaus zwischen 1939 und 1945 zu zeigen.
Der Komplex trägt den Namen des deutschen Industriellen, der hier während des Zweiten Weltkriegs mehr als tausend jüdische Arbeiter beschäftigte und damit vor der Deportation bewahrte. Besucher sehen heute nachgebildete Straßenszenen und Wohnräume, die zeigen, wie das Leben in dieser Zeit aussah.
Das Museum öffnet montags für vier Stunden am Vormittag und an den restlichen Wochentagen mit längeren Zeiten, darunter Abendbesuche am Wochenende. Besucher sollten mindestens zwei Stunden einplanen, um die Ausstellung in einem angenehmen Tempo zu durchlaufen.
Das ursprüngliche Verwaltungsbüro des Fabrikbesitzers blieb erhalten und zeigt noch den Schreibtisch und die Möbel aus der Zeit. Besucher können durch einen erhaltenen Fabrikhof gehen, wo einst emaillierte Töpfe und Pfannen hergestellt wurden.
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