Kalwaria Zebrzydowska, Religiöse Pilgerstätte in Kleinpolen, Polen
Kalwaria Zebrzydowska ist eine kleine Stadt in der Woiwodschaft Kleinpolen, die als religiöses Zentrum mit einer Basilika und einem weitläufigen Kapellenpark auf den umliegenden Hügeln bekannt ist. Die Anlage erstreckt sich über bewaldete Hänge mit Pfaden, die zu einzelnen Gebäuden führen, von denen jedes einem anderen Ort aus der biblischen Geschichte gewidmet ist.
Mikołaj Zebrzydowski gründete die Anlage im Jahr 1600 als Nachbildung von Jerusalemer Stätten auf der Grundlage einer zeitgenössischen Karte des Heiligen Landes. Die Franziskaner übernahmen später die Verwaltung des Klosters und der Kapellen, die im Laufe der Jahrhunderte zu einem Ziel für Pilger aus ganz Polen wurden.
Der Name des Ortes kommt von der Familie Zebrzydowski, die im späten 16. Jahrhundert Ländereien in dieser Gegend besaß. Heute sieht man Pilger, die entlang der Wege zwischen den Kapellen gehen, oft in Gruppen während der großen religiösen Feiertage im Frühjahr und Sommer.
Die Hauptbasilika liegt im Zentrum der Stadt und dient als Ausgangspunkt für Wanderungen zu den verschiedenen Kapellen auf den Hügeln. Die meisten Wege sind nicht asphaltiert und verlaufen über unebenes Gelände, daher ist festes Schuhwerk hilfreich.
Die Anlage nutzt natürliche Hügel und Täler, um die Topografie Jerusalems nachzubilden, sodass die Wegstrecken zwischen den Kapellen ungefähr den ursprünglichen Abständen entsprechen. Einige Kapellen tragen hebräische Inschriften neben polnischen, die biblische Orte benennen.
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