Dworzec Terespolski, Bahnhofsgebäude aus dem 19. Jahrhundert im Stadtteil Praga-Północ, Warschau, Polen.
Der Dworzec Terespolski ist ein Bahnhofsgebäude aus dem 19. Jahrhundert in Warschau, das ursprünglich aus einem zweigeschossigen Hauptkörper mit seitlichen Flügeln bestand, die durch langgezogene Korridore entlang der Gleise verbunden waren. Heute ist nur noch ein kleines Stück des östlichen Flügels an der Kijowska-Straße 14a erhalten, das drei Fensterjoche im Erdgeschoss zeigt.
Der Architekt Alfons Kropiwnicki entwarf diesen Kopfbahnhof für die Warschau-Terespol-Eisenbahn, die 1865 den Betrieb aufnahm. Während eines Luftangriffs im Jahr 1939 wurde das Gebäude schwer beschädigt und danach weitgehend abgerissen.
Der Bahnhof trug im Laufe der Zeit verschiedene Namen, darunter Warschauer Ostbahnhof und Petersburger Bahnhof, je nach politischer Lage und Streckennetz. Der heute sichtbare Überrest an der Kijowska-Straße zeigt noch die ursprüngliche Backsteinfassade mit ihren Bogenfenstern im Erdgeschoss.
Das erhaltene Fragment befindet sich im Stadtteil Praga-Północ und ist von der Innenstadt aus gut zu erreichen. Da nur ein kleiner Abschnitt des ursprünglichen Gebäudes steht, dauert ein Besuch nicht lange und konzentriert sich auf die Betrachtung der Fassadendetails von außen.
Das Fragment wurde erst 2021 unter Denkmalschutz gestellt, obwohl die Polnischen Staatsbahnen diese Einstufung zunächst anfochten. Diese Auseinandersetzung zeigt, wie schwierig es ist, über den Wert einzelner Überreste großer Bauwerke zu entscheiden.
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