Sobieskiego 100, Wohnkomplex in Mokotów, Polen
Sobieskiego 100 ist ein Wohnkomplex in Mokotów, der aus zwei Betonhochhäusern besteht, die durch eine Fußgängerbrücke verbunden sind. Das Gebäude hat insgesamt etwa 100 Wohnungen über 11 Geschosse verteilt und war ursprünglich mit Kindergarten, Telefonzentrale, Basketballplatz und Kino ausgestattet.
Der Komplex wurde 1978 nach einer Vereinbarung zwischen der Sowjetunion und der Polnischen Volksrepublik erbaut und diente bis Mitte der 1990er Jahre als Unterkunft für sowjetische Diplomaten. Nach der sowjetischen Kontrolle veränderte sich die Nutzung des Gebäudes grundlegend.
Das Gebäude ist unter Warschauer Einwohnern als "Spionin" bekannt, weil dort lange Zeit sowjetische Diplomaten lebten und viele Geschichten über geheime Aktivitäten entstanden. Die Spitznamen und Geschichten zeigen, wie präsent dieses Haus in der Nachbarschaft ist.
Das Gebäude liegt an der Straße Sobieskiego und ist von außen gut sichtbar, aber der Zutritt ist begrenzt. Besucher sollten sich bewusst sein, dass es sich um ein Denkmal handelt, das unter Denkmalschutz steht und nicht frei zugänglich ist.
In den Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion blieb das Gebäude lange Zeit leer und verfiel allmählich, bis es 2022 von den Warschauer Behörden übernommen wurde. Diese Übernahme markierte den Beginn einer neuen Ära für das ehemals verschlossene Denkmal.
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