Onegasee, See im Nordwesten Russlands
Der Onega ist ein Gewässer im nordwestlichen Russland und erstreckt sich über die Regionen Karelien und Leningrad. Über tausendsechshundert Inseln liegen verstreut auf seiner Oberfläche und formen ein Labyrinth aus bewaldeten Ufern und offenen Wasserflächen.
Das Becken entstand vor etwa zwölftausend Jahren durch schmelzende Gletscher am Ende der letzten Eiszeit. Später verbanden Kanäle das Gewässer mit der Ostsee und dem Weißen Meer für den Handel und Transport.
Der Name stammt vom finnischen Wort für "Geräusch" oder "Stimme" und spiegelt die Klanglandschaft des Wassers wider. Auf der Insel Kizhi stehen Holzkirchen, die ohne Metallnägel erbaut wurden und deren Zwiebeldächer in der Sonne glänzen.
Das Wasser ist im Sommer wärmer nahe dem Ufer und bleibt im offenen Bereich kühler. Die nördlichen Buchten frieren früher zu als die breiteren südlichen Abschnitte im Winter.
An den Ufern finden sich über tausendzweihundert Felsgravuren aus prähistorischer Zeit. Diese Petroglyphen zeigen Tiere, Boote und menschliche Figuren direkt am Rand des Wassers eingraviert.
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