Dikson, Arbeitersiedlung an der Karasee-Küste, Russland.
Dikson ist eine Arbeitersiedlung an der Küste der Karasee in Russland, die sich über flaches Tundragelände erstreckt und aus verstreuten Wohngebäuden und Hafeneinrichtungen besteht. Die Siedlung liegt am Ausgang des Jenissei-Golfs und ist durch ihre Lage am Rand des arktischen Meeres geprägt, wo Eisschollen weite Teile des Jahres das Ufer säumen.
Die Ansiedlung begann 1915, als schwedische Expeditionen die Gegend kartierten, und eine Polarstation wurde ein Jahr später errichtet. Die sowjetische Regierung entwickelte den Ort ab den 1930er Jahren weiter, um den Seeverkehr entlang der Nordostpassage zu unterstützen und Forschung in der Arktis voranzutreiben.
Der Name leitet sich vom schwedischen Philanthrop Oscar Dickson ab, dessen Unterstützung die Erkundung dieser Küste ermöglichte. Heute bewohnen die Einwohner einfache Holzgebäude, die gegen die Kälte verstärkt sind, und nutzen den kleinen Hafen zum Fischen, wenn die eisfreien Monate es zulassen.
Reisende benötigen eine besondere Genehmigung der russischen Behörden, da der Ort als geschlossene Stadt eingestuft ist. Der einzige regelmäßige Zugang erfolgt über wöchentliche Flüge ab dem Flughafen Alykel, die je nach Wetterlage ausfallen können.
Während der Polarnacht, die von Dezember bis Januar dauert, bleibt die Sonne komplett unter dem Horizont, sodass die Bewohner im Dämmerlicht und mit künstlichem Licht leben. Die Temperaturen sinken dabei auf minus 40 Grad Celsius, was besondere Anpassungen im Alltag erfordert.
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