Lamasee, Gletschersee im Taimyrski Dolgano-Nenezki Rajon, Russland.
Der See erstreckt sich über etwa 80 Kilometer in die Länge und erreicht Tiefen von bis zu 600 Metern, was ihn zu einem der größten Gewässer in Nordsiberien macht. Das Wasser verbindet sich mit mehreren Flüssen und bildet ein komplexes Netzwerk von Buchten und Inseln.
Russische Wissenschaftler führten in den 1920er Jahren die erste umfassende Kartierung des Sees durch und dokumentierten seine geografischen Merkmale. Diese frühen Expeditionen legten den Grundstein für das Verständnis dieser abgelegenen Regionen Sibiriens.
Der Name des Sees stammt aus dem Tungusischen Wort 'laamu' und bedeutet Meer oder Ozean, was die Wahrnehmung der einheimischen Völker als großes Gewässer widerspiegelt. Dieses Namenserbe zeigt die starke Verbindung zwischen dem See und den traditionellen Kulturen der Region.
Das Gebiet ist schwer zugänglich und wird meist von erfahrenen Expeditionsteams besucht, die sich auf die besonderen Bedingungen der Tundra vorbereiten müssen. Die beste Zeit für eine Reise ist der kurze Sommer, wenn das Wasser eisfrei ist und die Tage länger werden.
In der Nähe des Sees wurden Überreste alter Handwerkstätten gefunden, die zeigen, dass Menschen bereits vor Tausenden von Jahren Metall verarbeiteten. Diese archäologischen Funde deuten darauf hin, dass diese abgelegene Region eine lange Geschichte menschlicher Besiedlung hat.
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