Permafrost Museum, Unterirdisches Forschungsmuseum in Igarka, Russland
Das Permafrost Museum in Igarka ist eine unterirdische Anlage mit Tunneln, die etwa 14 Meter unter der Erdoberfläche angelegt wurden. Die Gänge bewahren ganzjährig Temperaturen zwischen minus 4 und minus 6 Grad Celsius, was durch die natürlichen Bedingungen des gefrorenen Bodens entsteht.
Die Anlage geht auf ein Forschungslabor zurück, das 1936 gegründet wurde, wurde aber als Museum erst 1965 eingerichtet. Sie sammelt Zeugnisse aus der Zeit der geplanten Eisenbahnlinie, die unter Stalin gebaut werden sollte, aber nach seinem Tod 1953 nicht mehr weiterverfolgt wurde.
Das Museum zeigt, wie die Menschen in dieser Region ihre Häuser bauen und leben, angepasst an die extreme Kälte und den gefrorenen Boden. Man kann sehen, wie traditionelle Techniken und moderne Wissenschaft zusammenwirken, um in dieser schwierigen Umgebung zu überleben.
Besucher erhalten vor dem Betreten wärmende Schutzkleidung wie silberne Mäntel und Wollstiefel, um die Kälte in den unterirdischen Räumen zu ertragen. Man sollte sich Zeit für den Besuch nehmen, da die extreme Kälte anstrengend sein kann und der Körper Zeit braucht, sich daran anzupassen.
Das Museum bewahrt Gegenstände von unglaublicher Alter auf, einschließlich Vogel-Kirschbäume und Lärchen, die Zehntausende von Jahren alt sind. Auch alte Zeitungen und personliche Gegenstande aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sind hier erhalten und zeigen, wie Menschen in dieser extremen Region ihre Geschichte dokumentiert haben.
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