Polarkreiseisenbahn, Eisenbahnstrecke im nördlichen Sibirien, Russland.
Die Salekhard-Igarka-Eisenbahn erstreckt sich über die arktische Tundra zwischen dem Ob und dem Jenissei, geplant als Durchgangsroute für Rohstoffe und Personen. Der größte Teil der Strecke wurde niemals fertiggestellt und liegt heute verlassen in der weiten Landschaft, während kurze Abschnitte weiter östlich noch im Betrieb sind.
Der Bau begann 1949 mit Zwangsarbeitern aus Lagern und sollte eine neue Verbindung für Industriegüter schaffen. Nach dem Tod Stalins 1953 wurden die Arbeiten eingestellt und die Strecke nie vollendet.
Die Eisenbahn bleibt ein Zeugnis sowjetischer Industrialisierungsbemühungen, mit verlassener Infrastruktur und Überresten von Arbeitslagern in der nördlichen Landschaft.
Heute bleibt nur ein Abschnitt zwischen Nadym und Nowy Urengoi in Betrieb, während andere Teile als Ruinen in der Wildnis liegen. Pläne zur Wiederbelebung der Strecke nach Salekhard zielen auf das Jahr 2030, doch der größte Teil bleibt unzugänglich und ohne regelmäßigen Verkehr.
Elf Lokomotiven blieben zurück und rosten noch heute in der Tundra, als stille Zeugen einer nie vollendeten Vision. Die Anwohner nennen die Strecke manchmal Tote Straße wegen ihres Schicksals und der harten Bedingungen während des Baus.
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