Kuitun, Arbeitersiedlung in der Region Irkutsk, Russland
Kuytun ist eine Arbeitersiedlung in der Oblast Irkutsk im südlichen Sibirien, nahe den östlichen Sajangebirgen. Die Siedlung liegt an der Transsibirischen Eisenbahn und ist über die Fernstraße M53 mit anderen sibirischen Städten verbunden.
Die Siedlung wurde 1680 gegründet und erhielt 1734 eine erste Kirche sowie eine Poststation, was den Beginn einer dauerhaften russischen Präsenz in diesem Teil Sibiriens markierte. Mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn gewann der Ort als Haltepunkt entlang der langen Route durch Sibirien an Bedeutung.
Der Name Kuytun stammt aus der burjatischen Sprache und bedeutet sinngemäß fruchtbares Weideland in erhöhter Lage. Diese Verbindung zur Landschaft ist in der Region noch spürbar, da das umliegende Gebiet weiterhin landwirtschaftlich genutzt wird.
Der Bahnhof liegt einige Kilometer südwestlich des Ortskerns und ermöglicht den Anschluss an die Transsibirische Eisenbahn. Wer die Umgebung erkunden möchte, findet über die Fernstraße gute Verbindungen zu benachbarten Orten und Naturgebieten.
Am 7. Februar 1920 unterzeichneten die Rote Armee und die Tschechoslowakische Legion am hiesigen Bahnhof einen Waffenstillstand. Dieses Ereignis am Ende der Wirren des russischen Bürgerkriegs wird in der Geschichtsschreibung kaum erwähnt.
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