Komsomolskaja, U-Bahnhof im Bezirk Krasnoselsky, Moskau, Russland
Komsomolskaya ist eine Metrostation in Moskaus Krasnoselsky-Bezirk, die sich unter drei großen Bahnhöfen der Stadt befindet. Der Bahnsteig liegt auf dem Kreis-Ring der Moskauer Metro und wird von achteckigen Säulen aus weißem Marmor gesäumt, während massive Bronzekronleuchter die gewölbte Decke beleuchten.
Die Station wurde 1952 im Rahmen des Ausbaus der Ringlinie der Moskauer Metro eröffnet, nachdem eine erste Version derselben Station bereits 1935 auf einer anderen Linie in Betrieb genommen worden war. Der Entwurf stammt von Alexei Shchusev, der die Station als triumphalen Empfangsraum für Reisende aus dem ganzen Land konzipierte.
Die Mosaikbilder an den Deckengewölben zeigen Szenen aus der russischen Geschichte, von mittelalterlichen Schlachten bis hin zu Momenten des 20. Jahrhunderts. Jedes Bild ist auf die Blickrichtung der vorbeigehenden Fahrgäste ausgerichtet, sodass man sie beim Gehen nacheinander betrachten kann.
Die Station liegt tief unter der Erde und ist über breite Galerien mit den drei Bahnhöfen oberirdisch verbunden, sodass man zwischen Zug und Metro wechseln kann, ohne nach draußen zu gehen. Zu Stoßzeiten, besonders an frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden, ist es sehr voll, daher lohnt es sich, mehr Zeit einzuplanen.
Die Station ist eine der wenigen Metrostationen weltweit, die bei einer Weltausstellung ausgezeichnet wurde, als sie 1958 in Brüssel einen Preis für ihre Gestaltung erhielt. Shchusev entwarf die Deckengemälde nach dem Vorbild mittelalterlicher russisch-orthodoxer Kirchengewölbe, obwohl die Station ein weltliches Bauwerk des Sowjetstaates war.
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