Reichssender Königsberg, Rundfunkhaus in Kaliningrad, Russland.
Die Reichssender Königsberg ist ein Rundfunkgebäude am Prospekt Mira 1 in Kaliningrad, das 1932/33 nach Plänen des Architekten Hanns Hopp errichtet wurde. Das Neue Funkhaus enthielt sieben Senderäume und überstand den Krieg weitgehend unbeschadet. Es liegt gegenüber dem ehemaligen Land- und Amtsgericht am Hansaring 14–16, heute Prospekt Mira 2.
Die Ostmarken Rundfunk AG wurde am 2. Januar 1924 mit einem 50-Prozent-Anteil der Reichspost gegründet; ihr erster Sender mit 0,5 Kilowatt Leistung und einer 45 Meter hohen Antenne stand auf den Pregelwiesen vor dem Sackheimer Tor, der reguläre Sendebetrieb begann am 14. Juni 1924. 1927 ging die Sendeanlage Königsberg-Amalienau in Betrieb. 1929 übernahm die Stadt Königsberg den Sender, womit er die einzige deutsche Sendeanstalt in städtischem Besitz war. 1932 verstaatlichte die Reichs-Rundfunk-Gesellschaft ihn, und ab 1. April 1934 hieß er Reichssender Königsberg. Die letzte Sendung strahlte er am 7. April 1945 aus.
Das Gebäude war einst ein Ort der Musikproduktion mit einem eigenen Orchester, das Kompositionen von lokalen Komponisten aufführte. Die Sendeanstalt spielte eine wichtige Rolle in der Unterhaltung und Informationsverbreitung der Stadt während ihrer aktiven Jahre.
Das Gebäude befindet sich an der Hansaring 21/25 im Zentrum von Kaliningrad und ist relativ leicht zu finden. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen historischen Ort handelt und der Zugang je nach aktuellem Nutzungszweck begrenzt sein kann.
Die Sendeanlage war eine Ausnahmeerscheinung im Deutschen Reich als einzige städtisch betriebene Rundfunkstation seiner Art. Diese ungewöhnliche Eigentumsstruktur unterschied sie von allen anderen Sendern, die typischerweise private oder nationale Träger waren.
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