Explosion auf der Krimbrücke 2022, Sprengstoffanschlag auf eine Brücke auf der Krim, Russland
Die Explosion auf der Krim-Brücke (auch Kertsch-Brücke genannt) ereignete sich am 8. Oktober 2022 auf der Straßenbrücke, die die Halbinsel Krim mit dem russischen Festland verbindet. Zwei Fahrbahnabschnitte stürzten ins Wasser, und ein Feuer breitete sich auf den Gleisabschnitt aus.
Die Brücke wurde 2018 fertiggestellt, nachdem Russland die Krim 2014 annektiert hatte, und sollte die Halbinsel dauerhaft mit dem Festland verbinden. Der Anschlag vom Oktober 2022 ereignete sich inmitten des andauernden Krieges zwischen Russland und der Ukraine, der im Februar desselben Jahres eskaliert war.
Die Brücke gilt in Russland als nationales Symbol, da Putin sie bei ihrer Eröffnung selbst überquerte. In der Ukraine wird sie hingegen als Zeichen der Besatzung betrachtet, was den tiefen Riss zwischen beiden Ländern widerspiegelt.
Der Vorfall betrifft die Kertsch-Brücke über die Meerenge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Asowschen Meer, in der Nähe der Stadt Kertsch auf der Krim. Da es sich um eine militärische Sperrzone handelt, ist der Zugang zur Brücke und ihrer unmittelbaren Umgebung für die Öffentlichkeit nicht möglich.
Einige Experten bezweifeln, dass ein Fahrzeug mit Sprengstoff die alleinige Ursache war, und vermuten stattdessen eine Unterwasserdrohne, die die Brücke von unten traf. Brücken dieser Art sind gegen Angriffe von oben ausgelegt, nicht gegen solche von unten, was sie bei dieser Art von Waffe besonders angreifbar macht.
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