Changi Hospital, Ehemaliges Militärkrankenhaus in Changi, Singapur.
Der 1935 errichtete Gebäudekomplex umfasst mehrere miteinander verbundene Blöcke in kolonialer Bauweise mit ausgedehnten Korridoren, hohen Fenstern und verfallenen Räumen, in denen noch Überreste medizinischer Ausstattung und mit Graffiti bedeckte Wände den fortschreitenden Verfall dokumentieren.
Die britische Kolonialverwaltung ließ das Krankenhaus 1935 als Teil militärischer Anlagen errichten, japanische Truppen nutzten es während des Zweiten Weltkriegs unter anderem als Hafteinrichtung der Kempeitai, danach diente es der Royal Air Force und schließlich den Singapore Armed Forces bis zur Schließung 1997.
Die verlassene Einrichtung gilt in Singapur als einer der bekanntesten Orte für angebliche Geistererscheinungen, wobei Berichte über Gestalten in Militäruniformen und unerklärliche Geräusche das Gebäude zu einem wiederkehrenden Thema in lokalen Horrorgeschichten gemacht haben und es als Inspiration für kommerzielle Gruselattraktionen diente.
Das Gelände an der Halton Road im Changi-Distrikt nahe dem Flughafen ist offiziell für die Öffentlichkeit gesperrt und wird von Sicherheitspersonal überwacht, doch einige Veranstalter bieten geführte Besichtigungen für etwa 85 US-Dollar (110 Schweizer Franken) pro Person an.
Obwohl im Lauf der Jahre verschiedene Sanierungsprojekte geplant wurden, darunter ein Luxus-Spa-Resort, das während einer Wirtschaftskrise scheiterte, bleibt das Areal in seinem verfallenen Zustand und zieht weiterhin Erkundungsgänger an, die sich für verlassene Bauwerke interessieren.
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