Kloster Kaymaklı, Armenisch-apostolische Klosterruinen auf dem Boztepe-Hügel, Ortahisar, Türkei
Das Kaymaklı-Kloster ist eine Ruine auf einem Hügel in Ortahisar und besteht aus einer rechteckigen Kirche mit drei Schiffen, drei Apsen und einer kleinen Kapelle in der Nähe der südöstlichen Ecke des Geländes. Der gesamte Komplex bietet einen Überblick über die bauliche Anordnung eines armenischen Klosters aus dieser Region.
Das Kloster entstand im frühen 15. Jahrhundert und war lange Zeit der Sitz der Trebizond-Diözese, bis es 1915 unter tragischen Umständen seine ursprüngliche Funktion verlor. In diesem Zeitraum wurde das Gelände als Übergangslager für Armenier genutzt, die nach Syrien deportiert wurden.
Die Innenwände zeigen religiöse Malereien aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter eine große Szene des Jüngsten Gerichts an der Westwand. Diese Darstellungen erzählen von der tiefen Verbindung zwischen dem Kloster und der armenischen Glaubenspraxis jener Zeit.
Das Kloster liegt auf einem Hügel außerhalb des Ortes Ortahisar und kann am besten mit dem Taxi von Trabzon aus erreicht werden, da die öffentlichen Verkehrsmittel in dieser Gegend begrenzt sind. Es ist empfehlenswert, vorab ein Fahrzeug zu arrangieren, um die Anfahrt zu vereinfachen.
Die Kapelle des Komplexes bewahrt alte armenische Steinkreuze auf, sogenannte Khachkare, die eine besondere künstlerische Tradition darstellen. Das älteste Bauwerk an diesem Ort stammt aus dem Jahr 1424 und zeugt von der langen Präsenz armenischer Kultur in der Region.
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