Kürkçü Han, Osmanische Karawanserei im Stadtteil Mahmutpaşa, Türkei.
Der Kürkçü Han ist eine Karavanserai im Mahmutpaşa-Viertel, die zwei große Innenhöfe hat, die von zweistöckigen gewölbten Galerien umgeben sind. Der südliche Bereich bewahrt noch immer seine ursprüngliche Struktur, während die Räume heute als Läden für Garne, Textilien und Stoffe genutzt werden.
Der Bau wurde 1467 vom Architekten Atik Sinan fertiggestellt und ist die älteste erhaltene kommerzielle Struktur dieser Art in Istanbul. Es entstand als Teil der Entwicklung des Hafenviertels und spielte eine wichtige Rolle im Handel zwischen Europa und dem Osten.
Der Name bezieht sich auf Kürk, den Pelzhandel, der hier jahrhundertelang zentral war. Noch heute wird der Innenhof von Handwerkern und Händlern genutzt, die ihre Handelsaktivitäten in diesem historischen Rahmen fortsetzen.
Das Gebäude liegt zwischen dem Großen Basar und Eminönü und ist zu Fuß leicht zu erreichen. Der Innenhof kann besucht werden, um die Architektur aus verschiedenen Winkeln zu sehen und die Arbeiten der ansässigen Händler zu beobachten.
Eine kleine Moschee steht im Zentrum des südlichen Innenhofs, die von Hacı Küçük gestiftet wurde. Sie wurde an Stelle eines älteren Betungsraums errichtet und zeigt, wie religiöse und kommerzielle Räume in Karavanseraien miteinander verwoben waren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.