Isle of Portland, Verbundene Insel in Dorset, England
Die Isle of Portland ist eine Gezeiteninsel aus Kalkstein in der Grafschaft Dorset, England, die sich über sechs Kilometer erstreckt und durch eine schmale Landenge mit dem Festland verbunden ist. Der höchste Punkt liegt am Verne Hill, der sich auf 149 Meter über dem Meeresspiegel erhebt und von wo aus der Blick über die Küste reicht.
Im Jahr 789 wurde dieses Gebiet zum Schauplatz des ersten dokumentierten Wikingerüberfalls auf das britische Festland und markierte damit den Beginn der Wikingerzeit in England. Später ließ Heinrich VIII. im Jahr 1520 hier ein Kastell errichten, um die Küste gegen mögliche Invasionen aus Frankreich zu schützen.
Der aus den hiesigen Steinbrüchen gewonnene Portland-Kalkstein wurde zum Baumaterial bedeutender Bauwerke weltweit, darunter die St.-Pauls-Kathedrale und der Hauptsitz der Vereinten Nationen. Besucher können die laufenden Abbauarbeiten in den aktiven Steinbrüchen beobachten, wo der hellgraue Stein auch heute noch nach jahrhundertealten Methoden abgebaut wird.
Die A354 verläuft über die Chesil Beach und verbindet das Gebiet mit dem Festland, wobei Portland Harbour als ziviler Hafen dient. Besucher sollten Wind und Wetter berücksichtigen, da das freiliegende Gelände stark davon betroffen sein kann, insbesondere an der Südspitze.
Beim Betreten der Portland Castle aus dem 16. Jahrhundert sieht man die ursprüngliche Verteidigungsstruktur mit ihren dicken Mauern und Schießscharten, die direkt auf den Hafen blicken. Vom oberen Geschoss aus erstreckt sich die Aussicht über die Bucht und den Ärmelkanal, wo Schiffe heute friedlich vorbeiziehen, während einst Kanonenkugeln diese Gewässer schützten.
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