Cuween Hill Cairn, Neolithisches Ganggrab auf den Orkney-Inseln, Schottland
Cuween Hill ist ein Kammergrab aus der Jungsteinzeit mit einem zentralen Raum, von dem vier kleinere Seitenkammern abgehen und durch enge Gänge verbunden sind. Die Höhe der Passagen beträgt etwa ein Meter, was das Vorankommen erschwert.
Das Grab entstand vor etwa 5000 Jahren und zeugt von den Bautraditionen der frühen Bauerngesellschaften in Schottland. Bei Ausgrabungen 1901 wurden menschliche Überreste sowie Schädel von Hunden und Rindern entdeckt.
Die Anordnung der Kammer und die darin gefundenen Überreste zeigen, wie frühe Gemeinschaften ihre Verstorbenen respektvoll beisetzten und dabei besondere Rituale befolgten. Die Präsenz von Tierknochen deutet darauf hin, dass Hunde eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielten.
Der Zugang erfordert das Durchkriechen durch einen niedrigen Eingangsgang, daher sollten Besucher bequeme Kleidung tragen und an eine Taschenlampe denken. Das Innere ist dunkel und eng, also sollte man sich Zeit nehmen und vorsichtig vorgehen.
Die ungewöhnlich hohe Anzahl von Hundenadeln im Inneren deutet darauf hin, dass diese Tiere eine besondere rituelle Bedeutung für die Erbauer hatten. Solch zahlreiche Tierknochen sind in anderen Gräbern dieser Zeit und Region selten zu finden.
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