Whitrope Tunnel, Eisenbahntunnel in Scottish Borders, Vereinigtes Königreich
Das Whitrope Tunnel ist ein Eisenbahntunnel in den Scottish Borders und durchquert rotes Sandstein- und Kalksteingebirge auf einer S-förmigen Strecke. Beide Eingänge sind heute verschlossen, da die Decke mehrfach eingestürzt ist und das Bauwerk als unsicher gilt.
Der Tunnel wurde von der North British Railway 1859 begonnen und drei Jahre später fertiggestellt, wobei über 600 Arbeiter mit schwierigen Bedingungen unter der Erde kämpften. Die Bauarbeiten wurden durch massive Wassereinbrüche behindert, die ständig abgepumpt werden mussten.
Der Tunnel steht als Beispiel viktorianischer Eisenbahningenieurkunst und wurde als Kategorie-B-Gebäude für seinen architektonischen und historischen Wert eingestuft.
Der Tunnel ist nicht öffentlich zugänglich, da beide Eingänge verschlossen sind und die Bahnlinie nicht mehr in Betrieb ist. Von außen lässt sich die Struktur von den nahe gelegenen Wegen aus beobachten, wobei die Forstwirtschaft das Gelände verwaltet.
Während der Bauarbeiten strömten etwa 400 Liter Wasser pro Minute durch einen der Schächte ein, was die Arbeiter zwang, ausgefeilte Entwässerungssysteme zu entwickeln. Diese technische Herausforderung machte den Tunnel zu einem bemerkenswerten Beispiel für viktorianisches Durchhaltevermögen.
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