Zona Austral, Geografische Region in der südlichen Patagonien, Chile.
Zona Austral ist eine geografische Region in der südlichen Patagonie Chiles, die sich von Chiloé bis Kap Hoorn erstreckt und tiefe Fjorde, zahlreiche Inseln, Gletscher und bergiges Gelände umfasst. Die Region liegt am südlichen Ende des amerikanischen Kontinents und zeichnet sich durch zerklüftete Küstenlinien und raue Landschaften aus, die durch Eiszeiten geformt wurden.
Archäologische Funde in den Höhlen von Fell und Pali Aike belegen menschliche Siedlungen seit etwa 10.500 Jahren, darunter Yagán, Selk'nam und Kawésqar-Völker. Die europäische Besiedlung begann Mitte des 19. Jahrhunderts und brachte vor allem kroatische und deutsche Einwanderer in die Region.
Der Name stammt aus der geografischen Lage und bedeutet südliche Zone, womit die Bewohner auf die entlegene Position am Ende des Kontinents hinweisen. Fischer und Viehzüchter prägen das tägliche Leben, während in manchen Dörfern noch Nachfahren kroatischer Einwanderer leben, die ihre Familiennamen und Kochtraditionen bewahrt haben.
Schiffe und Flugzeuge bleiben oft die einzige Möglichkeit, um zwischen Siedlungen zu reisen, da das Gelände stark zerklüftet ist. Die Carretera Austral bietet einen schmalen Straßenzugang im nördlichen Abschnitt und endet weit vor dem südlichsten Teil der Region.
Die Schneegrenze verläuft hier bereits bei 1.000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, was deutlich niedriger liegt als in den meisten anderen Gebirgen der Welt. Bäume wachsen aufgrund der extremen Klimabedingungen nur bis etwa 450 Meter Höhe, wodurch große Teile der Berghänge kahl bleiben.
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