Böhmisch-Rixdorf, Historischer Ortsteil in Neukölln, Deutschland
Böhmisch-Rixdorf ist eine alte Siedlung in Berlin-Neukölln mit engen Gassen und Häusern aus dem 18. Jahrhundert rund um den Richardplatz. Der Ort zeigt ein authentisches Straßenbild aus dieser Zeit mit Kirche, Wohnhäusern und einer Anordnung, die noch heute das Gepräge der Gründerzeit trägt.
Böhmisch-Rixdorf entstand 1737, als protestantische Flüchtlinge aus Böhmen hier auf Einladung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. siedelten. Diese Gruppe bildete zunächst eine eigenständige Gemeinde neben der älteren deutschen Siedlung, bis beide später zusammenwuchsen.
Die Kirche am Richardplatz prägt das Zentrum dieses ehemals böhmischen Viertels und zeigt, wie wichtig der Glaube für die frühen Siedler war. Rund um den Platz sieht man heute noch, wie die Gemeinde ihren Alltag gestaltet und wie dieser historische Ort lebendig bleibt.
Der Ort ist leicht zu Fuß erkundbar, da die Gassen eng und überschaubar sind, was langsames Spazieren begünstigt. Ein Besuch am späten Vormittag oder frühen Nachmittag ermöglicht Ruhe und gute Lichtverhältnisse zum Erkunden der Straßen und Gebäude.
Die gebogene Böhmische Straße unterscheidet sich deutlich vom rechtwinkeligen Grundriss des restlichen Viertels und markiert die ursprüngliche Dorfanlage. Diese ungewöhnliche Kurvenführung zeigt noch heute, wie das mittelalterliche Wegenetz ursprünglich verlief.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.