Böhmischer Gottesacker Rixdorf, Gartendenkmal und Friedhof in Neukölln, Deutschland.
Der Böhmischer Gottesacker ist ein Gartenfriedhof und Kulturdenkmal in Neukölln, das sich über ein großes Gelände erstreckt und Gräber aus drei protestantischen Gemeinden beherbergt. Das Friedhofsareal liegt eingebettet zwischen Wohngebäuden in der Nähe des Karl-Marx-Platzes und bewahrt eine friedliche Grünfläche inmitten der städtischen Bebauung.
Der Friedhof wurde 1751 gegründet und zählt zu den ältesten noch aktiven Begräbnisstätten Berlins. Er diente protestantischen Flüchtlingen aus Böhmen, die sich im Dorf Rixdorf ansiedelten, als Begräbnisstätte über viele Generationen hinweg.
Das Gräberfeld zeigt unterschiedliche Grabstile zwischen den einzelnen Gemeindebereichen, wobei die Herrnhuter-Sektion sich durch ihre schlichte und gleichförmige Gestaltung von den lutherischen und reformierten Bereichen unterscheidet. Besucher können an den Gräbern ablesen, wie verschiedene Glaubensgemeinschaften ihre Toten ehren wollten.
Das Gelände ist leicht zugänglich und bietet einen ruhigen Ort zum Spazieren und Entdecken verschiedener Grabstile und Denkmäler. Besucher sollten beachten, dass dies ein aktiver Friedhof ist und daher Rücksicht auf Trauernde und laufende Begräbnisse erforderlich ist.
An den Friedhofsmauern sind historische Grabsteine angebracht, die von verschiedenen Berliner Friedhöfen stammen und während der städtischen Modernisierung hierhin verlegt wurden. Diese Steine erzählen von Friedhöfen, die heute nicht mehr existieren.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.