Villa Hügel, Neoklassizistische Villa in Bredeney, Essen, Deutschland
Die Villa Hügel ist ein neoklassizistisches Wohnhaus am Baldeneysee in Essen, das sich über drei Etagen erstreckt und in ein kleineres und ein größeres Gebäude unterteilt ist. Das Haupthaus öffnet sich zu mehreren Flügeln mit hohen Fenstern, während davor eine breite Freitreppe zur Parkanlage hinabführt.
Alfred Krupp ließ das Anwesen zwischen 1870 und 1873 als Familienresidenz errichten und nutzte dabei moderne Bautechniken der Industriezeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es an eine Stiftung über, die es ab 1953 schrittweise der Öffentlichkeit zugänglich machte.
Der Name erinnert an die hügelige Lage über dem See, die heute beim Rundgang durch den weitläufigen Park spürbar wird. Besucher erleben wechselnde Kunstausstellungen in den ehemaligen Wohnräumen, wo historische Vertäfelungen und Deckenmalereien an die frühere Nutzung erinnern.
Das Gelände erreicht man am einfachsten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, von der nächsten Haltestelle führt ein kurzer Fußweg zum Eingang. Vor Ort weisen Schilder den Weg durch die Gebäude und den Park, barrierefreie Routen sind teilweise vorhanden.
Die Residenz verfügte schon im 19. Jahrhundert über doppelt verglaste Fenster und ein ausgeklügeltes Lüftungssystem, das frische Luft durch Schächte in alle Räume führte. Solche technischen Lösungen waren damals selbst in öffentlichen Bauten selten anzutreffen.
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