Krupp-Hochhaus Geisweid, Historisches Bürogebäude in Geisweid, Siegen, Deutschland.
Das Krupp-Hochhaus war ein 14-stöckiges Gebäude in Geisweid, das von den Architekten Köhne und Reichert in modernistischer Bauweise der 1950er Jahre gestaltet wurde. Mit seiner damals fortschrittlichen Formgebung prägte es das Bild des Ortes über viele Jahrzehnte hinweg.
Das Gebäude wurde 1957 fertiggestellt und diente zunächst als Verwaltungssitz der Stahlwerke Südwestfalen AG, bevor es in den 1970er Jahren von Friedrich Krupp AG übernommen wurde. Nach Jahrzehnten als Wahrzeichen der Industrie in der Region wurde das Hochhaus 2009 abgerissen, da es modernen Sicherheitsstandards nicht mehr entsprach.
Das Kunstwerk 'Ausschauende' von Hermann Kuhmichel war einst im Foyer des Gebäudes zu sehen und zeigt die künstlerische Ausgestaltung der Arbeitswelt dieser Zeit. Heute befindet sich diese Reliefarbeit im Rathaus von Geisweid und erinnert an die kulturelle Bedeutung des Hochhauses für die Stadt.
Das Gebäude stand ab 2003 leer und wurde später abgerissen, sodass es heute nicht mehr zu besichtigen ist. Besucher interessieren sich heute eher für die erhaltene Kunstrelief im Rathaus und können die Stelle, wo das Hochhaus stand, in Geisweid noch einfach zu Fuß erreichen.
Die Heizungsanlage des abgerissenen Hochhauses wurde recycelt und trägt heute dazu bei, das Geisweid-Freibad mit Wärme zu versorgen. Diese zweite Lebenszeit der Technik zeigt, wie Industriedenkmäler auf nachhaltige Weise transformiert werden können.
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