Platz des Unsichtbaren Mahnmals, Gedenkplatz in Saarbrücken, Deutschland
Das Platz der unsichtbaren Denkmäler ist ein Gedenkplatz vor dem Schloss Saarbrücken, dessen Oberfläche aus 2146 Kopfsteinen besteht. Jeder Stein trägt auf seiner Unterseite den Namen eines zerstörten jüdischen Friedhofs eingraviert.
Zwischen 1990 und 1993 wurden die Steine von Kunstprofessor Jochen Gerz und Studenten heimlich entfernt und mit Namen von Friedhöfen beschriftet, die während der Nazizeit ausgelöscht worden waren. Dieses schrittweise Projekt verwandelte den öffentlichen Platz in ein verteiltes Denkmal der Vernichtung.
Das Denkmal trägt Namen von jüdischen Friedhöfen, die während der Nazi-Zeit zerstört wurden, und verbindet damit die Geschichte dieses Ortes mit einem Akt der Erinnerung. Die Art, wie die Namen verborgen sind, fordert Besucher auf, bewusst über das Unsichtbare nachzudenken.
Der Platz befindet sich in der Nähe des früheren Gestapo-Hauptquartiers im Zentrum von Saarbrücken und ist leicht zu Fuß erreichbar. Da die Inschriften auf der Unterseite der Steine angebracht sind, kann man sie nur sehen, wenn man die Steine einzeln hebt und umdreht.
Das Projekt erfordert physische Teilhabe: Besucher müssen die Steine anheben, um die verborgen Namen zu entdecken, was das Vergessen aktiv umkehrt. Diese Handlung macht die Erinnerung zu einem persönlichen Erlebnis statt zu einer passiven Beobachtung.
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