Ulmer Münz, Historisches Münzgebäude in Schwörhausgasse, Ulm, Deutschland
Das Ulmer Münz ist ein zweistöckiges Renaissancegebäude mit sichtbarem Fachwerkwerk im Obergeschoss, das sich unter der Nummer 4 in der Schwörhausgasse im zentralen Ulm befindet. Das Gebäude wird heute als Restaurant genutzt und steht unter Denkmalschutz.
Das Gebäude war zwischen 1620 und 1624 die Münzanstalt der Reichsstadt Ulm und prägte in dieser Zeit große Mengen städtischer Münzen aus Billonmetall. Diese Periode markierte einen Höhepunkt der wirtschaftlichen Aktivität in einem der wohlhabendsten Orte des Heiligen Römischen Reiches.
Das Gebäude zeigt die wirtschaftliche Kraft des mittelalterlichen Ulm, wo die lokale Währung eine solche Bedeutung hatte, dass man sagte, Ulms Geld beherrsche die Welt. Die Fassade mit ihrem Fachwerk erzählt von der wohlhabenden Kaufmannsklasse, die diese Stadt prägte.
Das Gebäude ist heute für Besucher zugänglich, die das Restaurant besuchen und gleichzeitig die historische Umgebung erkunden möchten. Der zentrale Standort an der Schwörhausgasse macht es leicht, die Fassade und den Charakter des Viertels zu besichtigen.
Vor seiner Nutzung als Münzanstalt gehörte das Gebäude einem Färber, später wurde es in eine Gerste-Verarbeitungsfabrik und Ölmühle umgewandelt und behielt diese Funktion bis 1900. Diese Umwandlung zeigt, wie Gebäude in Handwerksstädten flexibel ihren wirtschaftlichen Zweck wechselten.
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