Sirgensteinhöhle, Prähistorische Höhle und archäologische Fundstätte im Achtal, Deutschland
Sirgenstein ist eine Kalksteinhöhle im Achtal etwa 35 Meter über dem Fluss, deren Eingang nach Südwesten ausgerichtet ist und etwa 6 Meter breit wird. Das Innere erstreckt sich etwa 40 Meter in die Tiefe und zeigt noch heute die unteren Bereiche mit erhaltenen Schichten aus verschiedenen Zeiträumen.
Die Höhle wurde 1906 von R. R. Schmidt untersucht, wobei neun verschiedene Schichten mit Spuren menschlicher Besiedlung entdeckt wurden. Die Funde reichen von der Moustérien bis zur Jungpaläolithikum-Zeit und zeigen, dass der Platz über lange Zeiträume hinweg genutzt wurde.
Der Fundort zeigt Elfenbeinperlen aus Mammutschweif, die etwa 39.000 Jahre alt sind und wie Menschen damals schmuckhafte Gegenstände herstellten. Diese Objekte sagen viel über ihr handwerkliches Geschick und ihren Sinn für Schönheit aus.
Der Eingang liegt auf etwa 565 Metern Höhe und ist für Besucher das ganze Jahr über zugänglich, obwohl ein Besuch am besten mit einer fachkundigen Führung erfolgt. Die Wege zur Höhle sind mäßig steil, daher sollte man festes Schuhwerk und etwas Zeit für den Aufstieg vom Tal einplanen.
Mehrere prähistorische Feuerstellen konzentrieren sich im Eingangsbereich der Höhle, wo auch Steinartefakte erhalten geblieben sind. Diese Konzentration zeigt, dass die Menschen den vorderen Bereich bevorzugten und dort ihre täglichen Aktivitäten durchführten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.