Büsingen am Hochrhein, Deutsche Enklave in Baden-Württemberg, Deutschland
Büsingen am Hochrhein ist eine deutsche Gemeinde am Nordufer des Rheins, die vollständig von schweizerischem Gebiet umgeben ist und sich über mehrere Quadratkilometer erstreckt. Die Ortschaft bildet eine durchgehende Siedlung mit Wohnhäusern, Geschäften und öffentlichen Gebäuden, die sich entlang der Uferstraße und in den angrenzenden Nebenstraßen verteilen.
Der Ort blieb nach 1919 bei Deutschland, obwohl die Bewohner mehrheitlich für einen Anschluss an die Schweiz gestimmt hatten. Die Vereinbarungen über Entschädigung kamen damals nicht zustande, sodass sich der Status bis heute nicht veränderte.
Die Bewohner sprechen Hochdeutsch mit Einflüssen der Region und pflegen Kontakte zu beiden Nachbarländern, ohne dabei ihre eigene Identität aufzugeben. Viele Familien haben Angehörige auf beiden Seiten der unsichtbaren Grenze und wechseln je nach Bedarf zwischen deutschen und schweizerischen Einrichtungen.
Beide Währungen werden vor Ort akzeptiert, wobei Geschäfte meist eigene Wechselkurse anwenden und Kunden ohne Probleme in Franken oder Euro bezahlen können. Beim Einkaufen sollte man bedenken, dass manche Läden eher schweizerische Öffnungszeiten einhalten, während andere sich an deutschen Gewohnheiten orientieren.
Politisch gehört die Gemeinde zu Deutschland, liegt aber innerhalb des schweizerischen Zollgebiets, was den freien Warenverkehr über die Verwaltungsgrenze hinweg ermöglicht. Diese Konstellation führt dazu, dass Bewohner bei Bedarf beide Systeme nutzen können, ohne dass besondere Kontrollen oder Formalitäten anfallen.
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