Stralau, Halbinsel-Ortslage in Friedrichshain, Deutschland
Stralau ist ein Stadtteil auf einer pfeilförmigen Halbinsel im Osten Berlins, der zwischen der Spree und dem Rummelsburger See liegt. Das Gebiet wird von Wohnhäusern geprägt und hat einen durchgehenden Weg entlang der Wasserkante, von dem aus man beide Ufer überblicken kann.
Das Gebiet gehört zu Berlins ältesten Siedlungsplätzen, wie Funde von Steinwerkzeugen und bearbeiteten Feuersteinen aus der Steinzeit zeigen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich Stralau von einer frühen menschlichen Niederlassung zu einem bekannten Fischerdorf, das bis in die Neuzeit Bestand hatte.
Der Name Stralau stammt vom slawischen Wort für Strand und erinnert an die ursprüngliche Funktion dieses Ortes als Fischerdorf. Heute können Besucher entlang der Wasserkante spazieren und die Ruhe dieser wenig bekannten Gegend genießen, wo sich Wohnhäuser zwischen grünen Uferbereichen ausstrecken.
Der Stadtteil ist überwiegend Wohngebiet mit begrenztem Angebot an Geschäften und Diensten, daher sollte man vorher einkaufen oder in anderen Bezirken essen gehen. Der Wasserweg rund um die Halbinsel ist das Hauptmerkmal und lädt zu Spaziergängen ein, besonders für diejenigen, die Ruhe und Wassernähe suchen.
Die Stralauer Dorfkirche, erbaut 1464, ist das älteste erhaltene Gebäude in diesem Bezirk und stammt aus einer Zeit, in der die Gegend noch ein eigenständiges Dorf war. Das Gotteshaus dokumentiert damit mehrere Jahrhunderte des Übergangs vom ländlichen Fischerdorf zur urbanen Nachbarschaft Berlins.
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