Sahrawi Flüchtlingscamp, Flüchtlingslager in der Provinz Tindouf, Algerien.
Die Sahrawi-Flüchtlingslager sind fünf Siedlungen in der Provinz Tindouf, die etwa 173.000 Sahrawi beherbergen und sich in einer der trockensten Regionen Algeriens befinden. Das Leben hier ist von extremer Wüstenhitze geprägt, mit wenigen Vegetation und einer kargen Landschaft, die Besucher sofort bemerken.
Die Lager entstanden 1975, als Sahrawi aus ihren Gebieten flohen, nachdem Marokko die Westsahara nach Spaniens Abzug übernahm. Diese Flucht verursachte eine der längsten Vertreibungen in der modernen Geschichte.
Die vier Hauptsiedlungen tragen die Namen von Städten in der Westsahara: Laayoune, Smara, Dakhla und Auserd, was die Verbindung zur Heimat bewahrt. Diese Namenswahl spiegelt die Hoffnung wider, eines Tages in diese Orte zurückzukehren.
Besucher sollten vorbereitet sein, dass es sehr wenig grüne Flächen gibt und die Bedingungen äußerst schwierig sind, mit wenigen modernen Einrichtungen. Es ist wichtig, ausreichend Wasser mitzubringen und sich auf extreme Hitze einzustellen, besonders während der heißeren Monate.
Die Lager funktionieren wie ein eigenständiger Staat mit eigenen administrativen Strukturen, Schulen und Diensten, obwohl sie in einer der entlegensten Wüstengegenden liegen. Diese unerwartete Organisationsfähigkeit zeigt, wie eine Gemeinschaft unter extremen Umständen zusammenleben kann.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.