Ibrahimiya-Kanal, Bewässerungskanal in Mittelägypten.
Der Ibrahimiya-Kanal ist eine künstliche Wasserleitung in Mittelägypten, die sich von Assiut aus über etwa 350 Kilometer erstreckt und dem Nil-Fluss in einem Abstand von etwa 4 bis 5 Kilometer parallel folgt. Bei Dairut teilt sich der Kanal in mehrere Zweige auf, darunter der Bahr-Yussef-Kanal, der das Wasser über sechs unterschiedliche Kanäle zu den umliegenden Anbaugebieten verteilt.
Der Kanal wurde 1873 unter Khedive Ismail Pascha gebaut und war Teil des ersten großen Infrastrukturprogramms des ägyptischen Staates zur Verbesserung der Wasserbewirtschaftung. Das Projekt veränderte die Landwirtschaft in Mittelägypten grundlegend und ermöglichte es, neue Anbauflächen zu bewässern und die Ernteerträge zu vergrößern.
Der Kanal ist seit seiner Fertigstellung das Rückgrat der Landwirtschaft in Mittelägypten und prägt bis heute, wie Bauern ihre Felder bewässern und ihre Ernten planen. Die umliegenden Dörfer sind eng mit dem Wasserrhythmus des Kanals verbunden und richten ihren Alltag nach den Jahreszeiten der Bewässerung aus.
Der Kanal ist von mehreren Straßen aus zugänglich, und die beste Zeit zum Besuch ist während der Trockenzeit, wenn die Wasserstände stabiler sind und die Umgebung leichter zu erkunden ist. Es ist ratsam, lokale Führer zu nutzen, um die verschiedenen Kanalbereiche zu verstehen und sicher durch die landwirtschaftlichen Flächen zu navigieren.
Der Kanal fließt ohne künstliche Schleusen oder Wehre direkt vom Nil ein und nutzt nur die natürliche Strömung des Flusses, um Wasser in sein Kanalsystem zu leiten. Dieses einzigartige Design ermöglicht einen konstanten Wasserfluss und machen es zu einer der längsten künstlichen Wasseradern in Ägypten, die ohne komplexe Steuerungsmechanismen auskommt.
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