Pilgerhospiz von Santa Cristina in Somport, archäologische Stätte in Spanien
Das Hospital de Somport ist ein mittelalterliches Kloster und Herberge in den Pyrenäen auf spanischer Seite des Bergpasses. Es bestand aus einer romanischen Kirche mit Chor, einem Hospiz für Pilger, Wohngebäuden für Mönche und einem Friedhof, wo Reisende beerdigt wurden.
Die Gründung wird dem Vicomte Gaston IV. von Béarn zugerechnet, der das Hospiz in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbauen ließ, um Reisende auf dem gefährlichen Bergpass zu unterstützen. Im Laufe der Zeit verlor die Anlage an Bedeutung, wirtschaftliche Probleme führten zum Niedergang im 16. Jahrhundert, und die Gemeinschaft zerfiel 1597 endgültig.
Der Name bezieht sich auf die heilige Christina, die Schutzpatronin der Reisenden, was die Funktion des Ortes widerspiegelt. Der Komplex war nicht nur ein Ort der Heilung, sondern auch ein religiöses Zentrum, in dem Augustiner-Chorherren nach einer strengen Regel lebten und Pilgern auf ihrer Reise nach Santiago halfen.
Das Gelände liegt auf der französisch-spanischen Grenze in den Hochpyrenäen und ist heute eine Ausgrabungsstätte mit sichtbaren Fundamenten und Ruinen. Besucher sollten mit wechselhaftem Bergwetter rechnen und angemessene Kleidung sowie gutes Schuhwerk mitbringen.
Der Legende nach gründeten zwei Ritter den Ort nach einer Erscheinung einer weißen Taube mit goldenem Kreuz im Schneegestöber. Diese Taube mit Kreuz wurde zum Symbol des Hospitals und symbolisiert bis heute Hoffnung für alle, die den gefährlichen Pass überqueren.
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