Fatimidenfriedhof in Assuan, Alter islamischer Friedhof in Assuan, Ägypten
Der Fatimiden-Friedhof in Aswan ist eine weitläufige Grabanlage mit etwa 30 erhaltenen Lehmziegelmausoleen, die sich durch vorspringende Ecken und hohe Kuppeldächer auszeichnen. Die Gräber verteilen sich über ein großes Gelände und demonstrieren die charakteristische südägyptische Bauweise mit ihren riesigen Kammern und dicken Wänden.
Die Anlage entstand nach der arabischen Eroberung Ägyptens im 7. Jahrhundert und diente anfangs als Begräbnisstätte für Soldaten. Im Laufe der Zeit wurde sie zu einem wichtigen Friedhof, auf dem auch religiöse Gelehrte und lokale Heilige beigesetzt wurden.
Der Friedhof ist ein heiliger Ort, an dem Einwohner von Aswan bis heute Gebete sprechen und um den Segen der hier begrabenen Heiligen bitten. Die verzierten Lehmziegelmausoleen spiegeln lokale Bräuche wider und zeigen, wie Glauben und Architektur in dieser Region verwoben sind.
Der Friedhof liegt etwa 10 Minuten Fußweg vom Ufer entfernt und ist durch ein Haupttor zugänglich, das sich an der südlichen Seite des Geländes befindet. Festes Schuhwerk ist empfohlen, da der Boden uneben ist und die Sonne intensiv scheint.
Das älteste bekannte Grabmal stammt aus dem 1. Jahrhundert der islamischen Zeitrechnung und gehört zu Abd al-Rahman al-Hijazi, was diesen Ort zu einem der frühesten Beweis islamischer Grabarchitektur macht. Dieses frühe Denkmal zeigt, wie bereits in jenen Tagen die Bautechniken verfeinert waren.
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