Château Conti, Schloss in L'Isle-Adam, Île-de-France, Frankreich
Das château de Conti ist ein Schloss aus dem 19. Jahrhundert im Zentrum von L'Isle-Adam, erbaut im Stil Louis XIII aus Backstein und Stein, am Ende der sogenannten Île du Prieuré, mit Blick auf die Oise. Das Gelände umfasst einen Park mit Stützmauern aus dem 17. Jahrhundert, ein Pförtnerhäuschen, unterirdische Galerien und einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg.
Seit dem 9. Jahrhundert stand auf der Île du Prieuré zunächst eine hölzerne Motte, dann eine Steinburg aus dem 11. Jahrhundert, die von verschiedenen Adelsfamilien bewohnt wurde, darunter die Villiers de L'Isle-Adam, die Montmorency und schließlich die Bourbon-Conti. Das heutige Gebäude wurde 1857 errichtet, nach der Revolution abgerissen und wieder aufgebaut, diente als Hotel und Restaurant, bevor es verfiel; seit 2005 gehört es der Stadt, die es restaurieren ließ.
Das Erdgeschoss des Gebäudes steht Künstlern als Ausstellungsraum zur Verfügung, wo Gemälde, Skulpturen und andere Werke gezeigt werden. Im Obergeschoss hat die Vereinigung "Les Amis de L'Isle-Adam" ihren Sitz, die das Gedächtnis der Stadt pflegt.
Das Schloss liegt am Ende der Île du Prieuré, nahe dem Stadtzentrum von L'Isle-Adam, und ist gut zu Fuß oder mit dem Auto erreichbar; in der Nähe gibt es Parkmöglichkeiten. Führungen werden vom Fremdenverkehrsamt organisiert, vor allem im Sommer, und ermöglichen den Zugang zu sonst nicht zugänglichen Räumen.
Unter dem Gelände des château de Conti erstreckt sich ein Netz unterirdischer Galerien aus dem 17. und 18. Jahrhundert, das von den meisten Besuchern kaum bemerkt wird. Auf demselben Gelände steht außerdem ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, der neben dem historischen Schlossgebäude erhalten geblieben ist.
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