Viaduc de Senouard, Eisenbahnviadukt in Marvejols, Frankreich
Der Viaduc de Sénouard ist eine Eisenbahnbrücke aus Kalkstein, die das Tal des Ruisseau de Sénouard in der Nähe von Marvejols im Departement Lozère überquert. Die Brücke verläuft in einem sanften Bogen und stützt sich auf neun halbkreisförmige Bögen, die in gleichmäßigen Abständen angeordnet sind.
Der Viadukt wurde zwischen 1879 und 1883 im Rahmen des Baus der Bahnlinie Béziers–Neussargues errichtet, die das Massif Central erschließen sollte. Der Ingenieur Léon Boyer leitete die Arbeiten, und die Strecke wurde 1887 offiziell für den Zugverkehr freigegeben.
Der Viaduc de Sénouard gilt in der Gegend als greifbares Zeichen der Eisenbahngeschichte des 19. Jahrhunderts. Wer an einem klaren Tag vorbeispaziert, hört manchmal noch das Rollen der Züge, die die Bögen überqueren.
Der Viadukt ist von Wegen und Straßen rund um Marvejols aus sichtbar und am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Der Blick von unten, vom Tal des Baches aus, gibt einen guten Eindruck von der tatsächlichen Höhe der Bögen.
Der Viadukt ist einer von vier großen Steinbrücken, die auf demselben Streckenabschnitt zwischen Marvejols und Garabit gebaut wurden, alle innerhalb weniger Jahre. Seine Kurvenform mit einem Radius von etwa 350 Metern war keine bloße Laune des Designs, sondern eine technische Notwendigkeit, um die natürliche Topographie des Geländes zu bewältigen.
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