Angus, Verwaltungsgebiet im Osten Schottlands.
Angus ist eine Verwaltungsregion an der Ostküste Schottlands, die sich über Küstenabschnitte, sanfte Hügel und weite Ackerfelder zwischen den südlichen Grampian Mountains und dem Meer erstreckt. Die Landschaft wechselt zwischen tiefen Tälern im Norden, fruchtbaren Ebenen in der Mitte und flacheren Küstenstreifen mit Felsvorsprüngen und Sandstränden.
Die Region trägt den Namen des piktischen Königs Óengus I., der im achten Jahrhundert über dieses Gebiet herrschte und dessen Einfluss in zahlreichen archäologischen Fundstätten sichtbar bleibt. Siedlungsspuren reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, wobei steinerne Überreste aus der Bronzezeit noch heute über die Hügel verstreut zu finden sind.
Die sandsteinfarbenen Häuser in den Küstenorten erinnern an die Zeit, als Fischer ihre Boote direkt am Strand entluden und ihre Netze auf den Kaimauern zum Trocknen auslegten. Viele Ortsnamen stammen aus dem Piktischen und gälischen Erbe der Region, wobei die Einheimischen ihre Verbundenheit mit dem Land in einem deutlich nordöstlichen Dialekt ausdrücken.
Die größeren Ortschaften liegen meist entlang der Küste oder in den südlichen Niederungen, während die nördlichen Bereiche dünner besiedelt und stärker auf die Landwirtschaft ausgerichtet sind. Wer die weniger befahrenen Nebenstraßen nutzt, findet leichter Zugang zu kleinen Dörfern und ruhigeren Aussichtspunkten abseits der Hauptrouten.
Die Region erzeugt etwa ein Drittel der schottischen Kartoffelernte und spezialisiert sich auf Sorten, die sich für sandige Küstenböden eignen. Räucherfisch aus Arbroath darf nur innerhalb eines engen Radius um die Stadt nach traditionellem Verfahren hergestellt werden, das auf offenen Fässern über Eichenholzrauch basiert.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.