Nationalpark Val Grande, Nationalpark in Piemont, Italien.
Val Grande ist ein Schutzgebiet in Piemont, das über 14.598 Hektar Berge und Täler zwischen dem Lago Maggiore und den Lepontinischen Alpen umfasst. Die Landschaft reicht von steilen Graten bis zu tiefen bewaldeten Tälern mit klaren Bachläufen.
Deutsche Truppen räumten im Juni 1944 das Gebiet während des Zweiten Weltkriegs und verwandelten die zuvor bewohnten Täler in ein menschenleeres Gebiet. Diese Isolation erlaubte der Natur, weitgehend ungestört zurückzukehren und wildere Formen anzunehmen.
Die Candoglio-Steinbrüche in diesem Gebiet lieferten jahrhundertelang Marmor für den Mailänder Dom und bleiben Teil der lokalen Identität. Noch heute erkennen Besucher die weißen Marmorblöcke entlang alter Transportwege durch die Berge.
Besucherzentren in Santa Maria Maggiore, Cossogno und Premosello-Chiovenda bieten von Mai bis Oktober Informationen und geführte Naturwanderungen an. Wege variieren stark von einfachen Pfaden entlang von Tälern bis zu anspruchsvollen Berganstiegen, daher lohnt sich eine vorherige Einschätzung der eigenen Kondition.
Die Wälder umfassen Kastanien, Schwarzerlen, Weißerlen, Tannen, Weiden, Pappeln, Zerreichen und mehrere Buchenarten nebeneinander. Diese Mischung entsteht durch unterschiedliche Höhenlagen und Böden und verändert die Farben je nach Jahreszeit.
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