Ferentium, Römische archäologische Stätte in Viterbo, Italien.
Ferentium ist eine antike Stadt mit Überresten aus der Römerzeit, die sich bei Viterbo befindet und bis heute teilweise ausgegraben ist. Die Grabungen haben ein Amphitheater mit gewölbten Strukturen, Badeanlagen mit noch sichtbaren Mustern im Steinwerk und Straßenabschnitte aus der antiken Zeit freigelegt.
Die Stadt entstand in vorrömischer Zeit und blühte unter römischer Herrschaft besonders nach Augustus auf. Sie wurde 1172 zerstört, als Viterbo einen Konflikt um Landbesitz eskalierte.
Das antike Theater wird heute noch während der Sommermonate für Aufführungen genutzt und verbindet auf diese Weise zwei Jahrtausende. Besucher können dort erleben, wie die Römer Schauplätze für ihre Dramen schufen und wie diese Orte heute wieder mit Leben erfüllt werden.
Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da die Ausgrabungsfläche uneben ist und teilweise nur auf Fußwegen begehbar ist. Informationstafeln an Ort und Stelle helfen, die verschiedenen Strukturen zu verstehen, während viele kleinere Fundstücke in Museen von Viterbo ausgestellt sind.
Der schwedische König Gustaf VI Adolf führte in den 1960er Jahren bedeutende Ausgrabungen durch und entdeckte dabei Strukturen aus etrusker Zeit sowie aus der späteren römischen Besiedlung. Diese Forschungsarbeiten erweiterten erheblich das Verständnis dafür, wie dieser Ort von verschiedenen Kulturen geprägt wurde.
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