Viterbo, Mittelalterliche Kommune in Latium, Italien
Viterbo ist eine Gemeinde in der Provinz Viterbo in der Region Latium und zählt zu den mittelalterlichen Städten Mittelitaliens. Die Ortschaft liegt etwa 80 Kilometer nördlich von Rom und umfasst neben der Kernstadt mehrere kleinere Siedlungen und ländliche Bereiche.
Die Siedlung entstand auf den Ruinen einer etruskischen Anlage und erlebte im 13. Jahrhundert ihre politische Blütezeit als Zufluchtsort der Päpste. Mehrere Konklaven fanden hier statt, darunter die längste Papstwahl der Geschichte, die fast drei Jahre dauerte.
Die Einwohner von Viterbo pflegen die Tradition der Macchina di Santa Rosa, indem sie jeden September einen 30 Meter hohen beleuchteten Turm durch die Straßen tragen.
Das Stadtzentrum lässt sich zu Fuß erkunden, wobei die Gassen in der Altstadt teils steil sind und unebenes Pflaster aufweisen. Die Thermalquellen am Stadtrand sind mit dem Auto oder Bus erreichbar und bieten natürliche warme Becken zum Baden.
Das sogenannte längste Konklave der Kirchengeschichte begann 1268 und endete erst nach 1006 Tagen, als die Bürger das Dach des Papstpalastes abtrugen, um die Kardinäle zum Entschluss zu drängen. Diese außergewöhnliche Maßnahme führte schließlich zur Wahl von Gregor X. und gilt als Wendepunkt für die späteren Konklaveregelungen.
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