Moguranpia, Unterirdisches öffentliches Aquarium in Kuji, Japan
Moguranpia ist ein unterirdisches Aquarium in Kuji, das in ehemaligen Öltanks aus dem Industriezeitalter eingerichtet wurde. Die Becken und Tunnel wurden in die Hohlräume integriert und beherbergen Meerestiere aus den Gewässern vor der Küste der Präfektur Iwate.
Die unterirdischen Tanks wurden ursprünglich für die Lagerung von Erdöl gebaut und hatten nichts mit Meereslebewesen zu tun. Nach dem schweren Erdbeben von 2011 musste das Aquarium vorübergehend in die Nähe des Bahnhofs Kuji umziehen, bevor es dank des Einsatzes der Einwohner an seinen ursprünglichen Standort zurückkehren konnte.
Im Inneren des Aquariums führen Ama-Taucherinnen Vorführungen durch, bei denen sie ohne Sauerstoffgerät tauchen, eine Tradition, die in der Region seit Jahrhunderten praktiziert wird. Diese Technik wird heute noch von einigen Frauen in der Gegend ausgeübt und ist ein lebendiger Teil des Alltags an dieser Küste.
Der Eingang liegt in der Nähe des Stadtzentrums von Kuji und ist zu Fuß erreichbar. Da die Ausstellungsräume unterirdisch liegen, ist die Temperatur das ganze Jahr über gleichmäßig kühl, weshalb ein leichtes Oberteil empfehlenswert ist.
Das Aquarium ist eines der wenigen der Welt, das sich vollständig unter der Erde befindet und dabei ausschließlich umgebaute Industrieanlagen nutzt. Der Name "Moguranpia" leitet sich vom japanischen Wort "moguru" ab, was "tauchen" oder "in etwas eintauchen" bedeutet, und spielt damit auf das Erlebnis an, in die unterirdischen Räume hinabzusteigen.
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