Fudai Floodgate, Hochwasserschutzanlage in Fudai, Japan
Das Fudai-Flutschutztor ist ein Küstenbauwerk aus Stahlbeton mit großen Metalltoren im Dorf Fudai, an der Pazifikküste der Iwate-Präfektur in Japan. Die Tore schließen sich automatisch, wenn der Meeresspiegel gefährlich ansteigt, und schirmen das dahinterliegende Tal vom Wasser ab.
Nach dem verheerenden Tsunami von 1933, der viele Leben an dieser Küste forderte, begann der damalige Bürgermeister Kotoku Wamura, für ein dauerhaftes Schutzwerk zu kämpfen. Das Tor wurde schließlich 1984 fertiggestellt, nach jahrzehntelangen Verhandlungen und trotz erheblicher Widerstände wegen der hohen Kosten.
Das Flutschutztor steht für eine Haltung, die in der Region tief verwurzelt ist: Man lebt am Meer, akzeptiert seine Risiken und baut entsprechend vor. Wer das Tor besucht, spürt, dass es kein Zeichen von Angst ist, sondern von Entschlossenheit.
Das Flutschutztor ist von außen frei zugänglich und gut sichtbar, wenn man entlang der Küste spaziert. Ein Besuch bei klarem Wetter gibt einen guten Eindruck vom Ausmaß der Konstruktion und ihrer Lage am Meeresrand.
Bürgermeister Wamura bestand darauf, dass das Tor höher gebaut werden sollte als ursprünglich geplant, obwohl dies damals als übertrieben galt. Genau diese Höhe war der Grund, warum das Tor während des Tsunamis 2011 standhielt, während benachbarte Dörfer ohne solche Schutzbauten schwer getroffen wurden.
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