Ōzu Redbrick Hall, Bankgebäude in Ōzu, Japan.
Die Ōzu Redbrick Hall ist ein Bankgebäude in Ōzu, das Englische rote Ziegel mit japanischen Dachziegeln kombiniert und traditionelle Dämonenfiguren an seinen Ecken trägt. Das zweistöckige Gebäude nutzt den ersten Stock für ein Souvenirgeschäft mit lokaler Keramik und den zweiten Stock für ein Café mit Aussichten.
Das Gebäude wurde im Dezember 1901 als Hauptsitz der Ozu Commercial Bank gegründet, während die Stadt durch Wachs- und Seidenherstellung wohlhabend war. Diese Zeit markierte eine Phase, in der japanische Geschäfte westliche Architektur annahmen, um Moderne und Wohlstand zu zeigen.
Das Gebäude zeigt, wie westliche Baumethoden und japanische Gestaltungselemente zusammenkamen und dabei einen neuen Baustil schufen, der die damalige Öffnung Japans gegenüber ausländischem Einfluss widerspiegelt. Besucher können diese Vermischung in jedem Detail sehen, von den roten Ziegeln bis zu den traditionellen Dachziegeln.
Der erste Stock ist während der Öffnungszeiten für Besucher zugänglich und bietet ein Geschäft mit lokalen Produkten und Handarbeiten. Das Café im zweiten Stock bietet einen guten Ort zum Ausruhen mit Blick auf die Umgebung, daher ist es sinnvoll, beide Ebenen zu erkunden.
Die dekorativen Dämonenfiguren auf den Dachziegeln an den Ecken des Gebäudes sind nicht nur zur Zierde da, sondern haben in der japanischen Tradition die Aufgabe, böse Geister fernzuhalten. Diese traditionelle Schutzmaßnahme wurde in einem modernen Bankgebäude aus der frühen 1900er Jahre beibehalten, was zeigt, wie alte Überzeugungen mit neuer Architektur verschmolzen.
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