Meiseki-ji, Buddhistischer Tempel in Seiyo, Japan
Meiseki-ji ist ein buddhistischer Tempel der Tendai-Schule in Seiyo, auf der japanischen Insel Shikoku, und gehört als 43. Station zur berühmten Pilgerroute der 88 Tempel. Die Anlage besteht aus mehreren traditionellen Holzgebäuden und Hallen, die der Tausendarmigen Avalokitesvara geweiht sind und von alten Bäumen umgeben werden.
Der Tempel wurde im 9. Jahrhundert während der Heian-Zeit gegründet, einer Epoche, in der der Buddhismus auf Shikoku rasch an Bedeutung gewann. Seine Aufnahme in die Pilgerroute der 88 Tempel, die dem buddhistischen Mönch Kukai zugeschrieben wird, sicherte ihm einen dauerhaften Platz in der religiösen Geschichte der Insel.
Meiseki-ji ist eine der 88 Stationen der Shikoku-Pilgerroute, und viele Besucher kommen gerade deshalb hierher, gekleidet in das typische weiße Gewand der Pilger. Im Inneren der Hallen werden Räucherstäbchen angezündet und Sutren rezitiert, was dem Ort ein lebendiges religiöses Leben verleiht.
Der Tempel befindet sich in einem ländlichen Teil von Seiyo und ist am bequemsten mit dem Bus oder dem Auto erreichbar. Da die Anlage aus mehreren verstreuten Gebäuden besteht, empfehlen sich feste Schuhe für den Rundgang.
Der Name des Tempels, Meiseki-ji, bedeutet wörtlich Tempel der berühmten Steine und bezieht sich auf markante Felsen auf dem Gelände, nicht auf Bäume, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Diese Steine galten in der Vergangenheit als heilige Objekte und sind noch heute auf dem Gelände zu sehen.
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