Tangotai Kofun, Alter Grabhügel in Hachinohe, Japan.
Das Tangotai Kofun ist ein Grabstättenkomplex mit über hundert Hügeln, von denen viele kreisförmig sind und zwischen vier und neun Metern Durchmesser aufweisen. Jeder Hügel enthält eine zentrale Grube mit hölzernen Behältnissen, in denen die Verstorbenen beigesetzt wurden.
Der Komplex wurde in seiner heutigen Form erst 1987 während Bauarbeiten für eine neue Stadt entdeckt und erforschte. Nachdem die archäologische Bedeutung erkannt wurde, erhielt die Stätte den Status eines Nationalen Kulturdenkmals.
Die Grabstätten zeigen Bestattungspraktiken durch Keramikscherben, Schwertfragmente, Landwirtschaftswerkzeuge und Tausende von Perlen aus der Antike. Diese Gegenstände verraten, wie die damaligen Bewohner ihre Verstorbenen ehrten und welche Handwerkstechniken sie beherrschten.
Die ausgegrabenen Gegenstände sind im Hachinohe-Stadtmuseum zu sehen, wo etwa 195 Fundstücke von der Stätte aufbewahrt werden. Das Museum befindet sich in der Stadt und ist leicht erreichbar für Besucher, die mehr über die Grabstätte erfahren möchten.
Ein verzierter Schwertgriff aus Grab 15 zeigt Designelemente, die denen von Waffen aus dem 6. Jahrhundert aus Baekje in Korea ähneln. Dies deutet auf enge Verbindungen zwischen den damaligen Kulturen hin.
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