Shinoridate, Mittelalterliche Burgruine im östlichen Hakodate, Japan
Shinoridate ist eine Burgruine an der Küste östlich von Hakodate aus dem Mittelalter. Die Anlage bedeckt ein Gebiet auf einer Terrasse mit Wällen auf allen vier Seiten und zwei Eingängen an Ost- und Westseite.
Die Burg wurde 1456 während des Koshamain-Krieges zerstört und 1512 erneut von Ainu-Kämpfern angegriffen. Dieser zweite Angriff führte zum Tod des Burgherrn und endete die Besiedlung durch Japaner an diesem Ort.
Der Name des Ortes erinnert an die Zeit der Auseinandersetzungen zwischen Japanern und der Ainu-Bevölkerung. Heute kann man an diesem Ort die Geschichte dieser Konflikte nachvollziehen, die das Leben in dieser Region prägte.
Der Ort ist mit dem Hakodate-Bus Linie 91A vom Bahnhof bis zur Haltestelle Shinoribashi erreichbar, von dort sind es nur wenige Gehminuten. Das Gelände ist offen und kann ganzjährig besucht werden, wobei man festes Schuhwerk wegen der unebeneren Oberfläche der Anlage nutzen sollte.
1968 wurden hier etwa 380.000 alte chinesische Münzen gefunden, die größte Entdeckung mittelalterlicher Währung in ganz Japan. Diese Münzen zeigen, dass die Bewohner mit chinesischen Händlern und Waren in Berührung kamen, was auf internationale Handelskontakte hindeutet.
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