Königliche Salzbergwerke Wieliczka und Bochnia, Königliche Salzbergwerke in Wieliczka und Bochnia, Polen
Die Wieliczka und Bochnia Salzgruben sind Bergbauanlagen, die sich über mehrere Ebenen erstrecken und Hunderte von Kilometern Gänge, Kammern und unterirdische Seen enthalten. Beide Bergbaugebiete entstanden in Salzablagerungen, die Bergleute über Jahrhunderte hinweg gegraben haben.
Der Salzabbau begann 1251, als ungarische Bergleute Steinsalzvorkommen entdeckten und damit eine lange Bergbautradition einleiteten. Der industrielle Abbau setzte sich bis 1990 fort, als die Tätigkeiten eingestellt wurden.
Die Kapelle des heiligen Kinga befindet sich 101 Meter unter der Erde und zeigt Salzstatuen sowie Reliefs und Kronleuchter, die von Bergleuten geschaffen wurden. Besucher können diese kunstvolle Dekoration sehen, die zeigt, wie die Arbeiter ihre Zeit unter Tage mit künstlerischen Werken verbrachten.
Besucher erkunden die Minen durch Führungen, die mehrere Ebenen durchqueren und in Tiefen zwischen 64 und 135 Metern eindringen. Der Zugang erfolgt über den Daniłowicz-Schacht in Wieliczka, von wo aus die geführten Touren starten.
Ein unterirdisches Rehabilitationszentrum wurde 1997 in einer Kammer 135 Meter unter der Erde eingerichtet und nutzt das Salzklima für therapeutische Behandlungen. Dieses ungewöhnliche medizinische Umfeld zeigt eine moderne Verwendung des historischen Bergbauortes.
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